ZweiFingerSchritt 1 zur Pflegestufe
Vorbereitung und Beschaffung von Informationen

Weiterlesen

ZweiFingerSchritt 2 zur Pflegestufe
Beantragung der Pflegestufen,
der Besuch des Gutachters

Weiterlesen

DreiFinger - © pilarts - Fotolia.com

Schritt 3 zur Pflegestufe
Einstufung durch die Kasse,
notfalls: Widerspruch

Weiterlesen

VierFinger - © pilarts - Fotolia.com

Schritt 4 zur Pflegestufe
Umsetzung der Leistungen.
Pflegestufen 1, 2, 3

Weiterlesen

Aktuelle Seite: Home24-Stunden PflegePflegedienst - Auswählen. Beurteilen. TippsDer Pflegedienst ist notwendig, aber er wird nicht gewollt. Was tun?

Der Pflegedienst ist notwendig, aber er wird nicht gewollt. Was tun?

Der Fall kommt relativ häufig vor, gerade zu Beginn einer Pflegebedürftigkeit.

Außenstehende Beobachter sehen die Notwendigkeit, der betroffene Pflegebedürftige nicht.

Mit "Gewalt" ist hier ganz sicher nichts zu erreichen, eher mit Einfühlungsvermögen.

Klären Sie warum der Pflegedienst nicht gewollt wird. Oft ist es Scham, auch das Gefühl einer Niederlage wenn manche Dinge eben nicht mehr ohne Hilfe gemacht werden können.

Oft hilft es, wenn man mit kleinen Tricks arbeitet. Ein guter Pflegedienst kennt das Problem und hat Erfahrung in der Überwindung der Hemmschwelle.

Nehmen Sie Rücksicht auf die Situation des Pflegebedürftigen. Es kostet jeden Menschen Überwindung zu akzeptieren, dass er bestimmte Dinge des Alltags, besonders solche die unter die Grundpflege fallen, nicht mehr selbst verrichten kann. Es ist dabei eine erhebliche Schamschwelle zu überwinden, gerade bei der Pflege zuhause. Dort wird die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen subjektiv anders empfunden, als in einem Krankenhaus oder Pflegeheim, in denen das normal ist.

Fangen Sie eventuell damit an, dass die Pflegekraft denjenigen begleitet, der bisher gepflegt hat, oder sich einfach gekümmert hat. 
Machen sie deutlich, dass die Pflegekraft Ihnen helfen soll, nicht dem Pflegebedürftigen. Wenn sich so ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, dann wird der Pflegebedürftige der Pflegekraft eventuell bald mehr "erlauben", als einem Angehörigen. 

Die Hemmschwelle bei der Unterstützung in intimeren Bereichen ist gegenüber einer "medizinischen Hilfskraft" oft leichter abgebaut, als gegenüber einem Angehörigen. Vor einem Arzt oder einer Krankenschwester empfinden die meisten Menschen weniger Scham, als z.b. vor den eigenen Kindern.
Die Pflegekraft wird mit einem "Ich bin eigentlich Krankenschwester, darf ich Ihnen schnell mal helfen ..." eventuell mehr erreichen als ein Familienangehöriger.

Der Rat ist, schleichen Sie die Pflege ein, fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus.
Lassen Sie zuerst eventuell nur hauswirtschaftliche Arbeiten erledigen. Eine geübte Pflegekraft findet dann oft den Weg, um auch die eigentlich notwendigen Pflegeleistungen zu erbringen, besonders wenn es scheinbar niemand anderes bemerkt.

Inkontinenz, die eventuell entsprechende Einlagen erfordert, ist ein Tabuthema. Gleichzeitig für den Pflegebedürftigen sehr belastend.
Darüber zu sprechen ist mit einer Pflegekraft, mit dem Hausarzt oft leichter als mit der Familie. 

Zum Anfang