ZweiFingerSchritt 1 zur Pflegestufe
Vorbereitung und Beschaffung von Informationen

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ZweiFingerSchritt 2 zur Pflegestufe
Beantragung der Pflegestufen,
der Besuch des Gutachters

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Schritt 3 zur Pflegestufe
Einstufung durch die Kasse,
notfalls: Widerspruch

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Schritt 4 zur Pflegestufe
Umsetzung der Leistungen.
Pflegestufen 1, 2, 3

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Aktuelle Seite: HomeHilfsmittelInfos zu RollstühlenWas man über Rollstühle wissen sollte

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Tipps und Hinweise zum Kauf und zur Benutzung von Rollstühlen.

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Beim Rollatorkauf den Richtigen wählen, und wissen wie man ihn nutzt.

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Hilfsmittelratgeber

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Tipps zur Hilfemittelversorgung. 
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Was man über Rollstühle wissen sollte

Rollstuhl Fontana 1420Woran sollte man denken, wenn man einen Rollstuhl anschafft?

Wenn ein Rollstuhl ins Haus kommt, dann soll er auch nützlich, bequem und geeignet sein. Dazu muss er eine Reihe von Anforderungen erfüllen. 
Zunächst ist wichtig, dass der Rollstuhl von der Krankenkasse auf Verordnung des Arztes, beschafft und geliefert wird. Das bedeutet, dass Sie mit der ärtzlichen Verordnung, einem Rezept, in ein Sanitätshaus Ihrer Wahl gehen. Das Sanitätshaus wird dann in Absprache mit der Krankenkasse den für Sie geeigneten Rollstuhl beschaffen.
Wichtig ist der Satz: Den für Sie geeigneten Rollstuhl. 


Die Eignung ergibt sich einerseits aus den Vorgaben des Arztes in der Verordnung, andererseits aus Ihren persönlichen Bedürfnissen.

Das sind insbesondere: 
Ihre Größe, Ihr Gewicht und die Art der Verwendung.
Aus Größe und Gewicht ergeben sich die vier Grundabmessungen des Rollstuhls, die sich nach ihren Maßen richten müssen:

  1. Sitzbreite.
  2. Sitztiefe.
  3. Höhe der Rückenlehne.
  4. Sitzhöhe.
Die Sitzbreite sollte so sein, dass Sie nicht im Rollstuhl seitlich hin- und herrutschen, aber auch nicht so eng, dass sie "eingequetscht sind. Der Rollstuhl soll seitlichen Halt bieten, aber nicht fixieren.

Die Sitztiefe ergibt sich aus der Länge der Oberschenkel. Sie sollten bequem an der Rückenlehne sitzen, ohne dass der sitz in den kniekehlen einschneidet oder bereits in der mitte der Oberschenkel endet.

Höhe der Rückenlehne muss so sein, dass Sie guten Halt finden, aber nicht so hoch, dass sie die Greifreifen an den Rädern nicht mehr gut bedienen können, also Bewegungsfreiheit für die Schulterblätter lassen. Die Rücken lehne sollte also unter den Schulterblättern enden.

Die Sitzhöhe sollte grundsätzlich so sein, dass der Oberschenkel bequem auf der Sitzfläche aufliegt, wenn die Füße auf den Fußrarsten stehen. Aber hier sollte man auch daran denken, dass es nützlich sein kann, wenn man im Rollstuhl sitzend mit den Füßen am Boden "laufen" kann, um sich so besser fortzubewegen, als mit den Greifreifen an den Rädern. Diese Möglichkeit is mindestens in der Wohnung fast immer die bessere Option.
einerseits ist man so meist beweglicher, andererseits vermindert es das Risiko sich die Hände zu verletzen, wenn man durch Türen oder an Einrichtungsgegenständen vorbei fährt.

Hier zwei Beispiele:
Sitzt gut © britta60 - Fotolia.comDiese Dame sitzt recht gut im Rollstuhl. Sie sitzt entspannt,
Sitztiefe, Sitzhöhe und die Höhe der Rückenlehne sind ok.

Sie wird sich auch gut mit dem Rollstuhl fortbewegen können. Die Schulterblätter haben noch Bewegungsspielraum, ohne dass die Lehne sie übermäßig einschränkt. Die Füße konnen den Boden erreichen.

Die Armlehnen haben die richtige Höhe, um die Unterarme aufzulegen, ohne dass sie die Erreichbarkeit der Greifreifen an den Rädern unnötig einschränken.

Gut zu sehen ist auch, dass die hinteren Räder weit hinten sind, das verhindert, dass der Rollstuhl zum Umkippen nach hinten neigt. Das ließe sich auch durch einen zusätzlichen Kippschutz vermeiden.

Die Vorderräder sind relativ groß, das verhindert, dass sie sich in kleineren Bodenunebenheiten festklemmen und die Dame nach vorne aus dem Rollstuhl fällt.


Sitz schlecht - © Yuri Arcurs - Fotolia.com

Auch diese Dame scheint zufrieden, und bequen zu sitzen.

Das mag im Moment auch stimmen, nur findet sie seitlich keinen Halt, sitzt nicht gerade sondern eingeknickt und sie hat wohl keine Chance sich selbst in diesem Rollstuhl fortzubewegen.

Der Rollstuhl ist viel zu breit, die Rückenlehne zu hoch, um die Greifreifen zu fassen und so den Rollstuhl zu bewegen.

Man mag einwenden, dass viele pflegebedürftige Menschen ohnehin nicht mehr selbst fahren wollen oder können. dagegen spricht aber, dass nicht der Rollstuhl das einschränkende Element sein sollte.
Wenn die Einschränkung zu erheblich ist, dann sollteman eher über einen Pflegerollstuhl nachdenken. der erfordert aber eine sehr viel detailliiertere Betreuung und Anpassung durch ein erfahrenes Sanitätshaus.

Falter geschlossenFaltrollstuhl

Heute werden im Alltagsgebrauch praktisch nur noch Faltrollstühle verwendet.

Die lassen sich schmal zusammenfalten, und nehmen so weniger Raum in Anspruch wenn sie nicht benötigt werden, oder beim Transport.


Falter schliessen
Sie lassen sich am einfachsten zusammenfalten, wenn man einfach hinten die Sitzfläche anhebt. Der Rollstuhl faltet sich dann von selbst zusammen.
Allerdings sollte man vorher die Fußstützen hochklappen.






Was kann sonst noch nützlich sein?

SteckachseSteckachse

Sehr pracktisch sind Achsen, die es ermöglichen die Hinterräder problemlos abzubauen.
In der Radnabe befindet sich ein Kopf, der die Achse löst und man kann dann problemlos das Rad abnehmen.
Ebenso einfach ist das Rad durch einfaches Aufstecken auch wieder eingesetzt.
Gerade für den Transport des Rollstuhls in einem normalen PKW ist die Steckachse eigentlich ein Muss.



Sitzkissen

Je nach Nutzung des Rollstuhl ist das Sitzkissen wichtig. Desto länger der Pflegebedürftige im Rollstuhl sitzt, desto wichtiger ist das Sitzkissen.
Ein ungeeignetes Sitzkissen kann zu Druckgeschwüren (Dekubitus) führen. Dient der Rollstuhl also zu mehr als gelegentlichen Ausflügen sollte man unbedingt darauf achten, dass mit dem Rollstuhl auch gleich ein geeignetes Sitzkissen verordnet wird. Optimal geeignet sind Gel-Kissen. Lassen Sie den Arzt ggf. ein solches Kissen mit in die Verordnung aufnehmen.

Bremshebel - © shootingankauf - Fotolia.com

Bremsen am Rollstuhl

der normale Rollstuhl hat zwar eine Bremse, aber diese Bremse ich nicht geeignet, um den Rollstuhl während der Fahrt zu bremsen. Es handelt sich um eine reine Feststellbremse, wie die Handbremse im Auto. Eigentlich soll der Rollstuhlfahrer den Rollstuhl mit den Greifreifen in der Geschwindigkeit kontrollieren.
Vielen, gerade älteren, pflegebedürftigen Rollstuhlnutzern, ist das nicht möglich. Insbesondere dann, wenn der Rollstuhl mehr von Dritten geschoben wird reicht diese Bremse in vielen Fällen nicht aus. 
Für diesen Fall gibt es Trommelbremsen, die mit einem Bremshebel, wie beim Fahrrad, an den Schiebegriffen kontroliert werden.

Wenn Sie in Dithmarschen leben, also auf dem sehr platten Land, wird die Krankenkasse das eventuell nicht zahlen wollen, in Stuttgart dagegen sind Ihre Chancen deutlich besser.


Sinnvoll können auch sein:
Große Vorderräder
Es wurde oben schon erwähnt, aber trotzdem hier nocheinmal: Bei kleinen, wendigeren Vorderrädern besteht sehr viel mehr die Gefahr, dass sie sich in kleineren Bodenunebenheiten, oder kleinen Schlaglöchern auf dem Gehweg verklemmen und der Rollstuhlfahrer vorne aus dem Rollstuhl kippt.
Kippschutz
Für Selbstfahrer eigentlich ein Muss. der Kippschutz ist eine wegklappbare Verlängerung des unteren Rahmens des Rollstuhls, die verhindert, dass der Rollstuhl nach hinten umkippen kann. Wird der Roillstuhl geschoben kann der Kippschutz weggeklappt werden, da er sonst hinderlich wäre.
Vollgummiräder
Solche Räder sind zwar meist härter als Luftbereifung, dafür aber wartungsfrei.
Speichenschutz
Das ist eine Plastikverkleidung der Speichen der Hinterräder. Der Speichenschutz verhindert, dass der Rollstuhlfahrer versehentlich in die Speichen greift.
Schlupfsack
Der Schlupfsack ist eine Art halber Schlafsack für Füße, Beine und Unterkörper. In der kalten Jahreszeit unbedingt zu empfehlen. Aufgrund mangelnder Bewegung friert der Rollstuhlfahrer schneller als Gehende.
Höhenverstellbare Schiebegriffe
Sie sind dann sinnvoll, wenn die Schiebehelfer entweder sehr unterschiedlich groß sind, oder deutlich zu groß für den Rollstuhl sind.
Autoventile bei Luftbereifung
Wenn die Räder Luftbereifung haben können Autoventile eventuell sinnvoll sein. Es ist dann leicht möglich die Räder an jeder Tankstelle zu füllen.
Allerdings gibt es für Fahrradventile Adapter im Fahrradhandel.
Die Räder des Rollstuhls sind im Prinzip Fahrradräder, also kann man auch alle entsprechenden Teile verwenden.

Und dann gibt es noch ein Extra, dass jeder nutzen sollte, auch wenn es keine Kasse zahlt.
Rucksack, einen gewöhnlichen Rucksack. Er passt gut über die Schiebegriffe und ist das ideale Transportbehältnis.
Kostengünstig, überall verfügbar, individuell.





 
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