ZweiFingerSchritt 1 zur Pflegestufe
Vorbereitung und Beschaffung von Informationen

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ZweiFingerSchritt 2 zur Pflegestufe
Beantragung der Pflegestufen,
der Besuch des Gutachters

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Schritt 3 zur Pflegestufe
Einstufung durch die Kasse,
notfalls: Widerspruch

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Schritt 4 zur Pflegestufe
Umsetzung der Leistungen.
Pflegestufen 1, 2, 3

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Tipps und Hinweise zum Kauf und zur Benutzung von Rollstühlen.

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Tipps zur Hilfemittelversorgung. 
Was? Wo? Wie?

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Hilfsmittel. Was? Wo? Wie?

BIrrgarten - © Bertold Werkmann - Fotolia.comei der Versorgung mit Hilfsmitteln gilt im Prinzip die folgende Regelung: Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind.  (SGB V §33)

Der Anspruch umfasst auch eine notwendige Änderung/Anpassung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung von Hilfsmitteln, sowie die Ausbildung in ihrem Gebrauch. 
Diese Ausbildung, oder sorgfältige Einführung in den Gebrauch ist insbesondere bei Hilfsmitteln erforderlich, deren Gebrauch Gefahren mit sich bringen kann. Das können z.B. Elektrorollstühle, Treppenhilfen, aber auch der normale Rollstuhl sein.

Scheuen Sie nicht davor zurück bei der Krankenkasse nach Kursen zu fragen. Die Tipps zum Rollstuhl auf unseren Seiten reichen nicht aus.

Was, also welche Hilfsmittel wird von der Krankenkasse bezahlt?
Die wichtigste Voraussetzung ist, dass das Hilfsmittel erforderlich und geeignet ist, um den angestrebten Zweck zu erreichen.
Als Zweck gelten:

  • Den Erfolg der Krankenbehandlung sichern.
  • Einer drohenden Behinderung vorzubeugen. 
  • Eine Behinderung auszugleichen.
Andere Bedingungen muss das Hilfsmittel eigentlich nicht erfüllen. 
In der Praxis gibt es aber eine Verzeichnis der Hilfsmittel, die von den Kassen anerkannt sind und die von der Leistungspflicht umfasst sind.
Das Hilfsmittelverzeichnis nach SGB V §133.
Von der Leistungspflich umfasst bedeutet, das die hier aufgeführten Hilfsmittel von den Kassen übernommen werden, wenn sie im jeweiligen Einzelfall erforderlich und geeignet sind. Wird vom Artz also ein Hilfsmittel verschrieben, dass dort erfasst ist, so wird die Kasse es in der Regel auch überbehmen, weil der Arzt Erfordernis und Eignung festgestellt hat.

Dies bedeutet aber nicht, dass Hilfsmittel, die nicht iom Hilfsmittelverzeichnis erfasst sind nicht verodnungfähig sind. Allerdings wird das zu Problemen mit der Krankenkasse führen und eine Entscheidung im Einzelfall erfordern. Will man mehr oder besseres als die Kasse bezahlt, so ist dies möglich, allerdings heißt es im Gesetz: 
  • Wählen Versicherte Hilfsmittel oder zusätzliche Leistungen, die über das Maß des Notwendigen hinausgehen, haben sie die Mehrkosten und dadurch bedingte höhere Folgekosten selbst zu tragen.
Was bedeutet: Das Hilfsmittel darf kein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens sein. 
Die Abgrenzung ist im Einzelfall oft schwierig. So sind Schuhe sicher Gegenstände des täglichen Gebrauchs, orthopädische Schuhe aber durchaus Hilfsmittel.
Messer und Gabel sind Gegenstände des täglichen Gebrauchs, aber sie können auch Hilfsmittel sein, wenn sie aufgrund der Behinderung besondere Ausführungen oder Anpassungen benötigen. 
Dies kann dazu führen, dass die Krankenkasse hier den Preis des Alltagsgegenstandes vom Versicherten verlangt, also nur die Mehrkosten übernimmt. Von erheblicher praktischer Bedeutung ist dies aber wohl nicht.
 
Wo erhält man die verordneten, erforderlichen Hilfsmittel?
Eigentlich in jedem beliebigen Sanitätshaus. Eigentlich.
Tatsächlich in jedem Sanitätshaus das Vertragspartner ihrer Krankenkasse ist. Die Krankenkasse wird Sie darüber informieren mit welchem Sanitätshaus sie entsprechende Verträge abgeschlossen hat, wo Sie sich hinwenden können. 
Hintergrund ist, dass die Krankenkassen mit den Sanitätshäusern Kostenpauschalen für bestimmte Hilfsmittel vereinbar haben. 
Beziehen Sie das Hilfsmittel von einem anderen Sanitätshaus müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen. Davon ist dringend abzuraten, da diese Kosten erheblich sein können. 
Dies liegt auch daran, dass die Krankenkassen z.B. bei einem Rollstuhl nicht unbedingt ein fabrikneuen Rollstuhl ausliefern, sondern einen aus ihrem Bestand von zurückgenommenen Rollstühlen. Dies stellt eine erhebliche Kostendämpfung dar, und ist in der Regel auch nicht zu beanstanden.

Wie erhält man das Hilfsmittel?
Das ist einfach, erkundigen Sie sich bei der Krankenkasse nach einem Sanitätshaus, oder fragen Sie im Sanitätshaus Ihrer Wahl, ob sie Vertragspartner der Krankenkasse sind und direkt dort abrechnen. Meist wird dies der Fall sein.

Bei Hilfsmitteln die einer persönlichen Anpassung bedürfen, z.B. Rollstühlen, wird Sie ein Mitarbeiter des Sanitätshauses zuhause aufsuchen, um alles Notwendige zu besprechen. 
Die Lieferung erfolgt dann, in der Regel sehr kurzfristig, zu Ihnen nach Hause. Kosten entstehen nicht.

Die Krankenkasse wird größere Hilfsmittel meist leihweise überlassen. 
Das Hilfsmittel gehört also weiterhin der Krankenkasse. Es darf, auch wenn man selbst es nicht mehr braucht, nicht verliehen, verkauft oder weggeworfen werden. Es ist und bleibt fremdes Eigentum.

Das ist auch sinnvoll, da alle Risiken und Pflichten, insbesondere Unterhaltung, also die Kosten des laufenden Betriebs, auch die zur technischen Sicherheit notwendigen Wartungen und technischen Kontrollen und Instandhaltung und Ersatz bei der Kasse bleiben. 
Das bedeutet, dass die Krankenkasse auch die Stromkosten für den E-Rollstuhl, Lifter oder O2-Konzentrator übernimmt. Dies erfolgt in Form einer Pauschale von rund 5€ im Monat, und ist auch relativ lange rückwirkend möglich. 
Einfach einen formlosen Antrag bei der Krankenkasse stellen.

Die Kasse muss die Hilfsmittel, wenn sie nicht mehr gebraucht werden auch wieder abholen lassen.
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