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Gib der Pflege ein Gesicht, aber sieh nicht hinein.
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Deutschlands zur Zeit wohl prominentestes Gesicht der Pflege ist Stefan Krastel. Seine Probleme stehen für viele Betroffene. Ihn hat die Pflege seiner Mutter arm gemacht. Er ist ein Gesicht der Pflege, das den politisch Verantwortlichen wohl nicht gefällt.

Zu viel Volk?
Zu dicht an der Wirklichkeit?
Kein eleganter Lobbyist, einfach ein Mensch wie Du und ich?

Stefan Krastel ist in seiner Argumentation schwer zu widerlegen, er ist schwer intellektuell anzugreifen, weil er starkes persönliches Engagement zeigt und moralisch auf der richtigen Seite steht. Weil er Verantwortung übernommen hat, weil er so handelt, wie es richtig ist.

Nach Gerechtigkeit rufen ist die eine Seite, aber in die Gesichter der Pflege, die man gerufen hat, dann auch zu sehen ist die andere Seite.

Wie schreibt Stefan Krastel auf seiner Website:

"Bei Annäherung an die Regierungszentrale wurden sie* dann allerdings von einem Polizisten aufgehalten, der wohl über Stefans Marsch und die Hintergründe informiert war ("Sie sind doch der, der durch Deutschland läuft"). Es wurde unmissverständlich klargemacht, dass kein Gespräch mit Regierungsvertretern stattfinden würde und man* sich doch bitte wieder entfernen solle."
"sie" und "man" waren: Stefan Krastel, Dieter Lang (Pflegeexperte des vzbv - Verbraucherzentrale Bundesverband),
Ursula Helms (Vorstandsmitglied des Vereins "Wir pflegen") und einige Unterstützer.

Hätte man nicht wenigstens einen einfachen Beamten schicken können? Einen der Gesprächsbereitschaft zeigt?
Einen Beamten, der andeutet, dass neben den Verbänden auch die pflegenden Angehörigen vorzeigbare Gesichter haben?
Das wäre die perfekte Gelegenheit gewesen sein Gesicht mit der Aktion "Geben Sie der Pflege Ihr Gesicht" zu verbinden. Aber es gibt offensichtlich keine Lobby für die, die durch die Pflege am stärksten belastet sind - schade Frau Schmidt.

Aktualisiert am: Montag, 21. September 2009 um 21:01
 
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