ZweiFingerSchritt 1 zur Pflegestufe
Vorbereitung und Beschaffung von Informationen

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ZweiFingerSchritt 2 zur Pflegestufe
Beantragung der Pflegestufen,
der Besuch des Gutachters

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Schritt 3 zur Pflegestufe
Einstufung durch die Kasse,
notfalls: Widerspruch

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Schritt 4 zur Pflegestufe
Umsetzung der Leistungen.
Pflegestufen 1, 2, 3

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Pflegehilfsmittel

Siehe auch Pflegehilfsmittel >> Zum Verbrauch | Beiträge aus der Kategorie: Pflegehilfsmittel

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbständigere Lebensführung ermöglichen.

Die Pflegeversicherung leistet nicht, wenn Hilfsmittel aufgrund einer Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung übernommen werden.

Zuzahlung: 10%, höchstens jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel. Die Befreiungsregulungen der GKV (§ 62 SGB V ) gelten hier ebenfalls. Wer in der Gesetzlichen Krankenversicherrung wegen Erreichung der Belastungsgrenze von weiteren Zuzahlungen befreit ist, ist es automatisch auch in der Pflegeversicherung.

Die Kranken- bzw. Pflegekassen übernehmen die Kosten für Hilfsmittel bis zu jeweils festgelegten Grenzen bei Vertragspreisen oder den Festbetrag. Wenn ein Hilfsmittel an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden muss kommt dafür auch die Krankenkasse auf.

Sonderfall: Pflegehilfsmittel zum Verbrauch in der häuslichen Betreuung

Die Pflege eines Angehörigen bedarf besonderer Hingabe und kostet daher viel Kraft sowie Energie. Um die betreuenden Personen zu unterstützen, gibt es Pflegehilfsmittel, die die schwierige Aufgabe ein wenig erleichtern sollen. Darunter werden jene Mittel verstanden, die den Alltag entlasten und die nötig sind, um der Pflege einer bedürftigen Person nachzugehen. Von den zahlreichen kleinen Helfern profitieren sowohl die Pflegenden als auch die Pflegebedürftigen selbst, deren Leben durch Pflegehilfsmittel selbstständiger und beschwerdefreier wird.

  • Welche Pflegehilfsmittel sind erhältlich?

Pflegehilfsmittel aus dem Hilfsmittelverzeichnis der Kranken- und Pflegekassen werden in Produktgruppen unterschieden. Es gibt Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege, zur Körperhygiene, zur Mobilität, zur Linderung von Beschwerden sowie die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel. Letztere nehmen einen Sonderstatus ein und werden im Folgenden genauer erklärt.

Zu den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch gehören beispielsweise Einmalhandschuhe, Einmalschürzen oder ein Mundschutz. Sie sind nicht besonders aufwendig zu beschaffen, schützen die Haut und Kleidung der betreuenden Person und passen jedem, da sie in Unisex-Größen angeboten werden. Da sie täglich gebraucht, aber aus hygienischen Gründen nur einmalig verwendet werden, lohnt sich die Anschaffung von mehreren Exemplaren. Auch für den Schutz der Umgebung gibt es zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel. So werden Betteinlagen zum Schutz der Matratze vor dem Nässen eingesetzt und Desinfektionssprays oder Desinfektionsgele können auf größeren Flächen für eine sterile Umgebung sorgen und die eigenen Hände desinfizieren, damit Keime nicht durch die pflegende Person weitergegeben werden. Ziel der Pflegehilfsmittel zum Verbrauch ist in erster Linie der Gesundheitsschutz der Pflegenden.

Um jedem, der es braucht, eine Umgebung von Hygiene und Komfort zu ermöglichen, können Hilfsmittel zur Pflege bezuschusst werden: In einem gewissen Rahmen haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf solche Pflegehilfsmittel, wie sie zum Verbrauch benötigt werden. Dazu sollte sich Versicherte an ihre Pflegekassen wenden.

  • Wie kann man Zuschüsse erhalten?

Die meisten Pflegehilfsmittel – sowohl technische als auch zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel – werden von den Krankenkassen übernommen und können bereits ab „Pflegestufe 0“ beantragt werden. Versicherte brauchen kein Rezept für die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, sondern können den Antrag auf Kostenübernahme einfach bei der Pflegekasse stellen. Es gibt dafür lediglich drei Voraussetzungen:

1.     Der Versicherte muss eine anerkannte Pflegestufe haben.

2.     Der Versicherte lebt zuhause, in einer betreuten Wohnanlage oder einer WG.

3.     Der Versicherte wird (auch) von Familienmitgliedern, Bekannten oder Freunden versorgt.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden bis zu einem Betrag von 40 Euro im Monat vollständig von der Kasse finanziert. Dies entspricht dem Stand März 2016, nachdem im Januar 2015 die Pauschale von 31 auf 40 Euro angehoben wurde.

Um finanzielle Unterstützung durch die Krankenkasse zu erhalten, muss ein Antrag gestellt und eingereicht werden. Für den erstmaligen Bedarf kann in den meisten Fällen direkt bei der Pflegekasse ein Formblatt heruntergeladen und ausgedruckt werden, das ausgefüllt und wieder zurückgeschickt werden muss. Alternativ kann das Formular direkt über das Internet eingereicht werden. Die pflegende Person kann dies entweder in Eigeninitiative übernehmen oder sich an einen Händler im Internet wenden, der Pflegehilfsmittel vertreibt und zusätzlich den Service anbietet, den entsprechenden Antrag zu stellen. Hierdurch sind bereits alle Formalien erledigt, sodass die pflegende Person selbst nichts weiter unternehmen muss.

Ein Antrag auf finanzielle Unterstützung durch die Krankenkasse wird in der Regel nachträglich gestellt. Dies bedeutet, dass zuerst die nötigen Hilfsmittel besorgt werden und der Betrag schließlich – nach Einreichung des Antrags sowie Bestätigung durch die Pflegekasse – zurückerstattet wird. Eine monatliche Pauschale, die im Voraus bezahlt wird, gibt es nicht.

Was es sonst noch zu beachten gilt:

      •          Jeder Pflegebedürftige hat einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel – unabhängig von der Pflegestufe.
      •          Wird der Antrag genehmigt, sollte die Laufzeit geprüft werden: Handelt es sich um eine unbegrenzte oder jährliche Laufzeit? Muss der Antrag vielleicht regelmäßig neu gestellt werden?
      •          Wird der Antrag abgelehnt, kann innerhalb von einem Monat Widerspruch eingelegt werden.
  •      Sollten Zuschüsse beantragt werden?

Auch wenn die Pflege von Angehörigen aufwendig ist und viel Zeit in Anspruch nimmt: Es lohnt sich, sich mit möglichen Zuschüssen auseinanderzusetzen und sich bei der Betreuung unterstützen zu lassen – sowohl finanziell als auch durch Pflegehilfsmittel.

 

Beiträge aus der Kategorie: Pflegehilfsmittel

Abgrenzung Hilfsmittel/Umbau

Es gibt Dinge, bei denen stellt sich eine Frage: Sind sie Hilfsmittel oder Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung, also Umbauten?

Die Frage ist wichtig, denn Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes sind in ihrer Höhe pro Maßnahme beschränkt, bei Hilfsmitteln gibt es dies Beschränkung nicht.

Grundsätzlich gilt, dass alles was fest in die Wohnung eingebaut wird, was bei einem Umzug nicht mitgenommen werden kann nicht zu den Hilfsmitteln zählt. Das Gesetz legt fest: Hilfsmittel umfassen die Hilfen, die getragen oder mitgeführt oder bei einem Wohnungswechsel mitgenommen werden können.

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Leistungspflicht der Kassen

Für Pflegehilfsmittel für die ambulante Versorgung genügt ein kurzer formloser Antrag bei der Pflegekasse. Es ist sicher sinnvoll eine kurze Begründung mit anzugeben. Die Stichwörter „zur Erleichterung der Pflege“ oder „zur Linderung der Beschwerden“ "zur selbständigere Lebensführung" entsprechen den gesetzlichen Formulierungen.
Die Pflegekasse überprüft die Notwendigkeit der Versorgung mit den beantragten Pflegehilfsmitteln unter Beteiligung einer Pflegefachkraft oder des Medizinischen Dienstes. Entscheiden sich Versicherte für  eine Ausstattung des Pflegehilfsmittels, die über das Maß des Notwendigen hinausgeht, haben sie die Mehrkosten und die dadurch bedingten Folgekosten selbst zu tragen.
Grundsätzlich besteht eine Leistungspflicht der Kassen wenn der Arzt ein Hilfsmittel als notwendig verordnet.

Wichtig
: Die Pflegekasse übernimmt, unabhängig von der Pflegestufe , die Kosten für Geräte und Sachmittel, die zur häuslichen Pflege notwendig sind. Voraussetzung ist mindestens Pflegestufe 1, da sonst keine Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes besteht.
 
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Pflegebett von der Pflegeversicherung

Höhenverstellbare Pflegebetten, Dekubitusunterlagen, Rollatoren, Pflegenachttische, Rollstühle, Gehhilfen, Haltegriffe aller Art, Toilettensitzerhöhung, Badewannensitz, Toilettenstühle, Trinkbecher sein hier als klassische Kassenleistung genannt.

Ebenso wichtig aber ist Inkontinenzmaterial, Handschuhe. Dabei ist zu beachten, dass Pflegekassen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel monatlich den Betrag von höchstens 31 Euro übernehmen. Die Leistung kann auch in Form einer Kostenerstattung erbracht werden, es kann also auch "freihändig" gekauft und dann erstattet werden.

Pflegehilfsmittel müssen mindestens eine von drei Aufgaben erfüllen: Sie müssen „zur Erleichterung der Pflege“ oder „zur Linderung der Beschwerden“ oder "zur selbständigeren Lebensführung" beitragen. Sie müssen notwendig und zweckmäßig sein.

Wichtig: Hilfsmittel müssen vom Arzt verordnet werden! Die ärztliche Verordnung ist Grundlage für die Beschaffung. Selbst gekaufte Hilfsmittel werden nicht nachträglich von der Kasse erstattet.

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