ZweiFingerSchritt 1 zur Pflegestufe
Vorbereitung und Beschaffung von Informationen

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ZweiFingerSchritt 2 zur Pflegestufe
Beantragung der Pflegestufen,
der Besuch des Gutachters

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Schritt 3 zur Pflegestufe
Einstufung durch die Kasse,
notfalls: Widerspruch

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Schritt 4 zur Pflegestufe
Umsetzung der Leistungen.
Pflegestufen 1, 2, 3

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Aktuelle Seite: HomeVerhinderungspflege UrlaubsvertretungVerhinderungspflege - Ersatzpflege

Verhinderungspflege - Ersatzpflege

Der Anspruch auf Verhinderungspflege besteht, wenn die Pflegeperson, die pflegt, (auch neben einem Pflegedienst) wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist. Der Grund ist also letztlich unbedeutend.
Anteiliges Pflegegeld wird während einer Verhinderungspflege jeweils für bis zu vier Wochen je Kalenderjahr in Höhe der Hälfte der vor Beginn der Verhinderungspflege geleisteten Höhe weitergezahlt.  
Verhinderungspflege wird für höchstens 42 Kalendertage im Kalenderjahr gezahlt.
Aufwendungen der Pflegekassen können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1.612 € belaufen, wenn die Verhinderungspflege durch Pflegepersonen sichergestellt wird.
Soweit die Leistungen der Kurzzeitpflege noch nicht ausgeschöpft sind können diese bis zu 50% (806 €) auch für die Verhinderungspflege genutzt werden.
 
Aufwendungen sind zum Beispiel:
Verdienstausfall und Fahrkosten.
Die Kosten für einen gewerblichen Pflegedienst.

Kosten für die allgemeinen Pflegeleistungen gelten als nachgewiesen, wenn sie durch eine entsprechende Quittung o. ä. belegt sind. Im Übrigen muss es sich bei diesen Pflegepersonen nicht um vorgebildete Pflegekräfte handeln.

Der Anspruch auf Verhinderungspflege ist für das entsprechende Kalenderjahr erschöpft, wenn der zulässige Zeitraum von 42 Kalendertagen ausgeschöpft ist, selbst wenn der theoretisch mögliche Erstattungsbetrag noch nicht erschöpft ist. Wenn also der Erstattungsbetrag oder der Zeitraum erschöpft sind, dann ist der Anspruch für das ganze Jahr ausgeschöpft. Eines von beidem reicht.
Es geht dabei um Kalendertage, nicht um Arbeitstage, man kann also nicht sagen, dass ja nur immer halbe Tage gepflegt wurde. Entscheidend ist, ob der Höchstbetrag erreicht ist, oder ob die Höchstzahl der Tage an denen gepflegt wurde  erreicht ist. Umfang, Kosten und Dauer der Leistung an den Tagen spielen bei dieser "Befristung" keine Rolle.

Voraussetzung ist, daß eine oder mehrere Privatpersonen den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen gepflegt haben. Wenn die Abwesenheitspflege durch einen gewerblichen Pflegedienst wahrgenommen wird kann der volle Betrag in Anspruch genommen werden. Ein Problem entsteht, wenn eine Privatperson die Pflege in der Zeit der Verhinderung übernimmt, die bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert ist (zum Beispiel: Ehegatten, Elternteil, Großeltern, Kinder). Oder wenn die "Ersatzkraft" mit dem Pflegebedürftigen in häuslicher Gemeinschaft lebt.

In diesem Fall ist die Kostenübernahme grundsätzlich auf den Betrag des Pflegegeldes (Barleistung), der auf den Verhinderungszeitraum entfällt begrenzt, da es sich in der Regel nicht um erwerbsmäßige Pflege handelt. In diesem Fall ist es nicht sinnvoll die Leistung statt des Pflegegeldes (Barleistung) in Anspruch zu nehmen, da die Leistung nicht höher, aber geringer ausfallen kann als das Pflegegeld (Barleistung)
Wenn eine von mehreren Pflegepersonen ausfällt, dann ist es möglich, dass Verhinderungspflege für die ausgefallene Pflegeperson gezahlt wird, gleichzeitig aber Pflegegeld (Barleistung) für die andere(n) selbstbeschafften Pflegepersonen.

Für den Anspruch auf Verhinderungspflege ist es nicht erforderlich, dass die verhinderte Pflegeperson mindestens 14 Stunden wöchentlich pflegt.

Eine Beschränkung der Kostenerstattung auf den Betrag des Pflegegeldes bei der Pflege durch Familienangehörige (s.o.) oder Haushaltsangehörige erfolgt nicht, wenn dargelegt wird, dass die Durchführung der Ersatzpflege der Erzielung eines Erwerbseinkommens dient.

Wird die Verhinderungspflege für länger als vier Wochen durchgeführt, oder werden im selben Kalenderjahr mehrere pflegebedürftige Personen jeweils länger als eine Woche gepflegt, so ist anzunehmen, dass die Pflege zur Erzielung eines Erwerbseinkommens durchgeführt wird. In diesem Fall können auch Verwandte die vollen Leistungen ohne die Beschränkung auf die Höhe des Pflegegeldes (Barleistung) in Anspruch nehmen.

Wenn Nachbarn, Freunde oder entfernte Verwandte (z.B. eine Nichte die nicht im Haushalt lebt) die Pflege übernehmen gilt die Begrenzung ebenfalls nicht.

Anspruchsvoraussetzung ist nicht, dass die Leistung im Voraus beantragt wird.

Die Verhinderungspflege muss nicht unbedingt im Haushalt des Pflegebedürftigen erbracht werden. Sie kann auch in einer Pflegeeinrichtung erbracht werden. Dies bedeutet, dass die Leistung für die Versorgung z.B. in Einrichtungen der Kurzzeitpflege erbracht werden kann. Gemeint ist, dass die Verhinderungspflege durch die Einrichtung der Kurzzeitpflege erbracht wird. Die Kosten der Kurzzeitpflege können dann aus den Mitteln der Kurzzeitpflege und den Mitteln der Verhinderungspflege bezahlt werden.

Das ergibt einen Betrag von 3.224 € jährlich.

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